Wir nutzen Cookies, um unsere Website bestmöglich darzustellen und durch die Analyse der Seitenbesuche ständig zu optimieren. Weitere Informationen zu den von uns benutzten Cookies und wie Sie diese deaktivieren können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

News Detail

Master Forschung

Vom Popstar zum populistischen Brandstifter

Prof. Marcus Kleiner, Stuiengangsleiter des M.A. Erlebniskommunikation, im Interview mit Deutschlandfunk Kultur

Statement zum Antisemitismus-Urteil im Fall Xavier Naidoo: Der Musiker sei ein gefährlicher Vorreiter des politischen Populismus.

Oktober 2014: Xavier Naidoo spricht bei einer Demonstration mit Vertretern der sogenannten "Querfront-Ideologie" vor dem Kanzleramt in Berlin. (imago stock&people)

In einem Interview mit Deutschlandfunk Kultur spricht Prof. Marcus Kleiner über das Urteil des Landgerichtes Regensburg, welches nun zugunsten von Xavier Naidoo erging. Er hatte sich dagegen gewehrt, dass eine Referentin der Amadeu-Antonio-Stiftung ihn im vergangenen Jahr bei einer öffentlichen Veranstaltung einen Antisemiten genannt hatte. Der Musiker ging dagegen juristisch vor und bekam recht.

Prof. Kleiner erklärt in dem Interview, dass er über das Gerichtsurteil verwundert sei. Naidoo transportiere sowohl in seinen Liedtexten als auch in seinen öffentlichen Aussagen eine „verschwommene Masse an Vorurteilen und Stereotypen“, die deutschlandkritisch seien und teilweise antisemitische, aber vor allem auch stark populistische Züge aufwiesen. Diese Haltung sei „äußerst bedenklich“ in der aktuellen angespannten politischen Lage, vor allem weil Naidoo nicht zuletzt durch seinen Song für die WM seit 2006 einen großen Bekanntheitsgrad hat und stark in der Öffentlichkeit präsent ist.

Prof. Kleiner bezeichnet Naidoo als „Brandstifter ohne politischen Verstand“, der unreflektiert für politische Stimmung sorge, indem er lediglich Phrasen und Worte verwende ohne schlüssige Argumentation. Daher sei das Urteil und vor allem dessen schwammige Begründung für Prof. Kleiner schlecht nachvollziehbar. Die Begründung von Naidoos zunehmend populistischer Rhetorik sei vor allem in der sinkenden Aufmerksamkeit für den Musiker zu begründen: “Weil seine Musik so dürftig geworden ist und sein musikalischer Erfolg so dürftig geworden ist, und so gering geworden ist.” Deshalb erfinde Naidoo sich in diesem Populismus neu, und das sei äußerst bedenklich, sagte Prof. Kleiner.

 

Hier geht es zum Interview.

Unser Kontakt

Marcus Kleiner

Prof. Dr. Marcus S. Kleiner

Studiengangsleiter

für den M.A. Erlebniskommunikation
Prof. für Kommunikations- und Medienwissenschaft
Forschungskoordinator
Telefon +49 30 2332066-10 E-Mail schreiben