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Exkursion

Masterstudiengang Medienpsychologie auf Besuch in Wien

Vom 31.01. - 02.02.18 hatten wir Masterstudieren des Fachs Medienpsychologie die Möglichkeit, dieser Stadt einen Besuch abzustatten und eine Menge über musikwissenschaftliche und musikpsychologische Phänomene und die Menschen, die sich damit befassen, zu erfahren.

Wien – die Stadt in der die Uhren noch etwas langsamer ticken, das Schnitzel besser schmeckt und auch sonst viel Glanz und Gloria in der Luft liegt.

Masterstudierenden des M.A. Medienpsychologie in Wien

Ein Exkursionsbericht von Charlotte Madden und Lucas Müller (M.A. Medienpsychologie)

Erster Stopp war Prof. Dr. Matthias Bertsch, der uns die Räumlichkeiten der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) zeigte sowie im Rahmen eines interaktiven Vortrags auf die unterschiedlichen Forschungsbereiche der Abteilung für Musikermedizin einging.

Prof. Dr. Bertsch’ eigene Forschungsschwerpunkte – er selbst bezeichnet sich übrigens auch als Dr. Trumpet - liegen vor allem bei den physiologischen und akustischen Aspekten des Musizierens.

Im ‚Motion-Emotion-Lab’ werden unter anderem gesundheitliche Aspekte von Musiker*innen untersucht. So können während des Musizierens die Muskelaktivität (EMG) und über Bewegungssensoren spezifische Bewegungsmuster aufgezeichnet werden, um so Fehlhaltungen und Verspannungen sichtbar zu machen aber auch um Haltungs- und Bewegungsmuster zu identifizieren, die dem Musiker*in helfen das Spiel des Instrumentes zu optimieren. 

Am Institut für Musikwissenschaft führte uns Prof. Dr. Christoph Reuter dann am zweiten Tag in die außerordentlich komplexen Geheimnisse der systematischen Musikwissenschaftliche und Psychoakustik ein. Wie kann man Klänge messen und sichtbar machen? Was sind eigentlich Obertöne? Und wofür braucht man einen schallarmen Raum? Fragen, die hier ihre Antworten fanden.

Christoph Reuter beschäftigt sich auch mit Alltagsmythen über Musik. Wer sich also schon immer gefragt hat, ob Pflanzen mit musikalischer Beschallung schneller wachsen oder ob Kühe bei Musik mehr Milch geben, konnte hier hilfreiche Antworten – in diesem Fall ‚Nein’ und ‚Nein’ – erhalten.

Interessant war auch der Hautleitwert-Sensor, den uns Studierende des musikwissenschaftlichen Instituts vorstellten. Dabei werden Elektroden an die Hand angeschlossen, die die Aktivität der Schweißdrüsen an Fingern oder Handflächen messen. Da das Schwitzen durch das autonome Nervensystem kontrolliert wird, kann durch das Messen dieser Reaktion die Erregung festgestellt werden. Wir konnten das Gerät an uns selbst testen während wir Musik hörten. Verblüffend war, wie eindeutig innere Erregungszustände, beispielsweise wenn die Musik gut gefiel, sichtbar wurden.

Dass Musizieren auch als Suchtverhalten beschrieben werden kann, wurde ebenso wie eine Studie mit dem vielversprechenden Titel: „All I Want for Christmas Is... Globuli und vegane Schnitzel - über musikalische Präferenzen und popkulturelle Einstellungen“ erläutert. Wir hatten zudem die Möglichkeit mit den verantwortlichen Forscher*innen zu diskutieren und einiges über ihre Arbeiten zu erfahren.

Ein weiteres Forschungsprojekt behandelte die Wirkung von Musik in Gaststätten und deren Einfluss auf das Konsumverhalten. Diesem Projekt stellten wir uns im Wiener Nachtleben dann auch gerne als Probanden zur Verfügung und konnten zumindest subjektiv eine hohe Abhängigkeit feststellen.

Das Haus der Musik stellte am dritten Tag dann den letzten Programmpunkt dar. Auf vier Stockwerken werden hier Einblicke in sowohl historische Elemente als auch elektronische und natürliche Klangerzeugung präsentiert. Spielerisch eröffnet das Museum neue Zugänge zu Musik, spannt eine Brücke von für Wien wichtigen Komponisten und ihren Lebenswegen zu futuristischem Design und interaktiven High-Tech Installationen.

Fazit: ein kurzweiliger Ausflug, der uns alle zu Dirigent*innen der Wiener Philharmoniker machte.

 

 

Unser Kontakt

Prof. Dr. M.A. Dipl.-Psych. Richard von Georgi

Studiengangsleiter

für den M.A. Medienpsychologie, Vorsitzender Prüfungsausschuss
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