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News Detail

Master Forschung

ERLEBNIS MESSE

Erleben, Wissen und Autonomie als zentrale Dimensionen der Beurteilung einer Messeerfahrung: Interview zur Studie „ERLEBNIS MESSE – Dimensionen des Erlebens, ihre Wahrnehmung und Hinweise zu ihrer Inszenierung“.

Prof. Wünsch und Prof. von Georgi erklären die Ergebnisse der Studie des Instituts für Publikumsforschung (IfP) an der SRH Hochschule der populären Künste.

Die Reihe mit dem Forschungsgegenstand ‚Erlebnis’ wurde bereits in 2016 gestartet und erfuhr nun ihre Auswertung. Die grundlegende Fragestellung befasste sich damit, wie stark ausgeprägt der Erlebnischarakter sein muss, damit Messebesucherinnen und -besucher auf die Produkte, Angebote oder das jeweilige Unternehmen eines Messestandes verstärkt reagieren.

Dazu berichten Wünsch und von Georgi, dass eine Messe aufgrund der dort präsentierten Reize eine besondere Umgebung ist, auf der alle Sinne angesprochen werden. Die Untersuchung dieser psychologischen Ausnahmesituation lässt Schlussfolgerungen auf das Verhalten des Menschen in komplexen Situationen zu. Prof. Wünsch betont hier, dass Messebesucher nie ausschließlich in ihrer Funktion als Fachbesucher unterwegs seien, sondern auch ihre Empfindungen als Privatpersonen eine Rolle spielen, und diese Privatpersonen seien auf „herausstechende“ Erlebnisse aus. Neben Netzwerken und beruflichen Zielen seien auch das Entertainment und der Wunsch, etwas Neues zu erleben, ausschlaggebend für die Wahrnehmung. Prof. von Georgi konnte mittels quantitativer Datenanalyse zeigen, dass die zentralen Beurteilungsaspekte eines Messebesuches Erleben, Wissen und Selbstbestimmung seien. Ganz spezielle Bedeutung bekommt hierbei bemerkenswerterweise auch die motorische Erfahrung. „Das bedeutet, auch auf Fachmessen möchten die Besucher nicht nur einfach Wissen austauschen, sondern auch sich selbst körperlich erleben. Aus psychologischer Sicht ist dieses motorische Erleben sehr eng gekoppelt an einen positiven Affekt, also positive Gefühle.“

Prof. von Georgi und Prof. Wünsch weisen in diesem Interview zuletzt aber auch auf ein weiteres, überraschendes Ergebnis hin: Autonomie und selbstbestimmte Erfahrungsmöglichkeit bekäme vor dem Hintergrund wachsender Multimedialität und Reizintensität eine stärkere Bedeutung. Den Besucherinnen und Besucher sollte trotz ihres Erlebnisdurstes stetig die Möglichkeit gegeben werden, sich aus den Abläufen auch mal hinauszuziehen, um nicht das Gefühl einer Fremdbestimmung zu bekommen.

Unser Kontakt

Prof. Dr. M.A. Dipl.-Psych. Richard von Georgi

Studiengangsleiter

for the M.A. Media Psychology, chairman Audit Committee
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